Ofengegartes Sommer-Ratatouille mit Kräutern
Ratatouille ist im Juli das Gericht, auf das der gesamte Sommer hinarbeitet: Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomaten und Fenchel sind gleichzeitig auf dem Höhepunkt ihrer Saison. Die Ofenmethode ist der Schlüssel – geduldiges Garen bei niedriger Temperatur lässt das Gemüse karamellisieren und die Aromen sich verbinden. Das Ergebnis ist ein Gericht, das am zweiten Tag noch besser schmeckt als am ersten.
Zutaten für 4 Portionen
- 2 Zucchini
- 1 große Aubergine
- 2 Paprika (rot und gelb)
- 4 sehr reife Tomaten
- 1 Fenchelknolle
- 4 Knoblauchzehen
- 4 Zweige Thymian
- 2 Zweige Rosmarin
- 6 EL Olivenöl
- Salz, Pfeffer
- 1 EL Tomatenmark
Zubereitung
1. Gemüse vorbereiten Den Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle Gemüse in möglichst gleichmäßige, dünne Scheiben schneiden – ca. 3 mm dick. Ein Mandolinen-Hobel ist hier ideal; wer keinen hat, braucht ein scharfes Messer und Geduld. Je dünner und gleichmäßiger die Scheiben, desto schöner schichtet sich das Ratatouille und desto gleichmäßiger gart es.
2. Auflaufform vorbereiten Das Tomatenmark mit 2 EL Olivenöl, einer fein gehackten oder gepressten Knoblauchzehe sowie Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel verrühren. Den Boden einer runden oder ovalen Auflaufform damit gleichmäßig bestreichen. Diese Basis gibt dem Ratatouille von unten Geschmack und verhindert, dass das Gemüse antrocknet.
3. Gemüse einschichten Das Gemüse abwechselnd und überlappend in die Form schichten – Zucchini, Aubergine, Tomate, Paprika, Fenchel – immer so, dass die Scheiben sich je zur Hälfte überlappen. Die restlichen Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden und zwischen die Gemüselagen stecken. Die Thymianzweige und Rosmarinnadeln dazwischen verteilen. Das gesamte Gemüse mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Backen Die Form mit Alufolie abdecken und im vorgeheizten Ofen 45 Minuten garen. Dann die Folie entfernen und weitere 20–25 Minuten ohne Abdeckung backen, bis das Gemüse leicht gebräunt und karamellisiert ist und die Ränder beginnen, dunkel zu werden. Heiß, lauwarm oder kalt servieren – alle drei Temperaturen funktionieren.
Tipps
- Geduld beim Schichten: Das Schichten klingt aufwändiger als es ist. Wer einmal den Rhythmus hat – eine Scheibe Zucchini, eine Scheibe Aubergine, eine Tomate – kommt schnell voran.
- Am zweiten Tag noch besser: Ratatouille sollte man immer für den Folgetag mitkochen. Die Aromen verbinden sich über Nacht im Kühlschrank noch intensiver.
- Variante als Brotaufstrich: Übrig gebliebenes Ratatouille lässt sich zu einer groben Paste zerdrücken und auf Baguette oder Grillbrot streichen.
- Proteinzusatz: Wer das Ratatouille als vollständige Mahlzeit servieren möchte, kann Kichererbsen in der letzten Backphase darüber geben oder dazu gegrillten Halloumi reichen.