Gekühlte Gurken-Gazpacho mit Dill und Rucola-Öl

An heißen Junitagen ist der Gedanke, den Ofen anzuschalten, kaum erträglich. Diese gekühlte Gurken-Gazpacho ist die Antwort: Sie wird nicht erhitzt, nicht gegart, braucht nur einen Mixer und ein paar Stunden im Kühlschrank. Das selbstgemachte Rucola-Öl verwandelt eine einfache Suppe in etwas Elegantes, das beim Servieren sofort Eindruck macht.

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 große Salatgurke (ca. 500 g)
  • 3 reife Tomaten
  • 1 grüne Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Scheiben altbackenes Weißbrot (ca. 60 g)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL Weißweinessig
  • ½ Bund frischer Dill
  • 30 g Rucola
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Brot einweichen und Gemüse vorbereiten Das altbackene Weißbrot in ca. 3 cm Stücke zerreißen und in einer Schüssel mit so viel kaltem Wasser bedecken, dass es vollständig eintaucht. Mindestens 10 Minuten einweichen, dann kräftig ausdrücken. Das Brot bindet die Suppe und gibt ihr Körper. Die Gurke schälen – die Schale kann leicht bitter sein – und grob würfeln. Tomaten und grüne Paprika ebenfalls in grobe Stücke schneiden.

2. Pürieren und abschmecken Gurke, Tomaten, Paprika, Knoblauch, das ausgedrückte Brot und 3 EL Olivenöl in einen leistungsstarken Mixer geben. So lange pürieren, bis eine komplett glatte, feine Suppe entsteht – das kann 2–3 Minuten dauern. Mit Weißweinessig, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. In den Kühlschrank stellen und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, kalt stellen. Die Gazpacho gewinnt mit der Kühlzeit erheblich an Tiefe.

3. Rucola-Öl herstellen Den Rucola kurz in kochendem Salzwasser 30 Sekunden blanchieren, sofort in Eiswasser abschrecken und sehr gründlich ausdrücken. Zusammen mit 2 EL Olivenöl und einer Prise Salz im Mixer so fein wie möglich pürieren. Das Ergebnis ist ein leuchtendes, bitteres Öl, das schön mit der milden Gurkensuppe kontrastiert.

4. Anrichten und servieren Die gut gekühlte Gazpacho in tief gekühlte Schalen oder Gläser füllen. Das Rucola-Öl mit einem Löffel oder kleiner Flasche dekorativ darüberziehen. Frischen Dill darüber verteilen. Sofort servieren.

Tipps

  • Reifegrad entscheidend: Unreife Tomaten machen eine flache, säuerliche Gazpacho. Nur dann kochen, wenn die Tomaten vollreif und aromatisch sind.
  • Temperatur ist alles: Die Schalen und Löffel vorher in den Kühlschrank stellen. Kalte Suppe in warmen Schalen wird schnell lauwarm – das macht einen großen Unterschied im Genuss.
  • Textur verfeinern: Wer die Gazpacho noch feiner haben möchte, streicht sie nach dem Pürieren durch ein feines Sieb. Das dauert etwas, ergibt aber ein samtig-elegantes Ergebnis.
  • Toppings variieren: Fein gewürfelte Gurke, kleine Croûtons oder ein Klecks Kokosjoghurt passen ebenfalls gut und geben interessante Texturen.