Bärlauch-Pasta mit Walnuss-Pesto: Frühling auf dem Teller
Draußen riecht es schon nach Bärlauch. Und genau dann ist es Zeit für dieses Rezept.
Bärlauch-Pasta mit Walnuss-Pesto ist das Frühlingsgericht, das in 25 Minuten auf dem Tisch steht — intensiv-würzig, überraschend cremig, und wirklich keine große Sache. Die Saison ist kurz (Mitte März bis Ende April, dann war’s das), also am besten jetzt zuschlagen. Ich hab das letzte Woche selbst ausprobiert und war ehrlich gesagt verblüfft, wie viel Tiefe das Pesto durch die Walnüsse bekommt — das ist ein echter Gamechanger gegenüber der klassischen Basilikum-Variante.
Falls du noch mehr Ideen für die Bärlauch-Saison suchst: Die Bärlauch-Kartoffelsuppe mit knusprigen Croutons ist ebenfalls mega und braucht nicht mehr Aufwand.
Zutaten
Zutaten für 4 Portionen
- 400 g Tagliatelle oder Linguine (z. B. von Rapunzel oder Alnatura)
- 80 g frischer Bärlauch (ca. 1 großer Bund)
- 80 g Walnusskerne
- 60 ml Olivenöl, kaltgepresst
- 2 EL Hefeflocken (z. B. von Davert — für die “Käse”-Note)
- 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
- 1 Knoblauchzehe
- ½ TL Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Muskatnuss
- 2 EL Pasta-Kochwasser (zum Strecken)
Zum Servieren (optional):
- grob gehackte Walnüsse
- Zitronenzeste
- etwas Olivenöl zum Beträufeln
Zubereitung
Reichlich gesalzenes Wasser aufkochen. Tagliatelle nach Packungsangabe al dente kochen — kurz bevor du das Wasser abgießt, 2–3 EL Kochwasser abschöpfen und beiseite stellen.
Bärlauch gründlich waschen und trocken schleudern. Stiele grob entfernen, Blätter grob zerreißen. Wichtig: keine nassen Blätter in den Mixer — das verwässert das Pesto.
Walnusskerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten rösten, bis sie leicht duften. Kurz abkühlen lassen. Dieser Schritt — klingt optional, ist er aber nicht — macht das Pesto deutlich aromatischer.
Bärlauch, Walnüsse, Knoblauchzehe, Hefeflocken, Zitronensaft und Salz in einen Mixer oder Zerkleinerer geben. Olivenöl langsam dazugießen und mixen, bis eine grobe, sämige Paste entsteht. Nicht zu glatt — etwas Textur bleibt drin.
Abgetropfte Pasta zurück in den Topf (Herd aus). Pesto dazugeben, sofort durchschwenken. 2 EL Kochwasser einrühren — das macht das Pesto seidig und verbindet alles. Mit Pfeffer und Muskat abschmecken.
Sofort auf Teller verteilen, mit gehackten Walnüssen, Zitronenzeste und einem Schuss gutem Olivenöl garnieren. Frisch essen — das Pesto verliert Farbe, wenn es zu lange zieht.
Pesto auf Vorrat machen: Die doppelte Menge in Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren. Hält 3 Monate — und du hast mitten im Sommer noch etwas von der Bärlauch-Saison.
Wer keinen Mixer hat: Ein stabiles Wiegemesser und ein bisschen Geduld reichen auch. Klingt aufwändig? Dauert tatsächlich nur 5 Minuten mehr. Walnüsse lassen sich außerdem durch Cashews ersetzen — cremiger, milder, etwas weniger Eigengeschmack. Und wer es etwas herzhafter mag, kann noch 50 g angebratene Pinienkerne drüberstreuen.
Häufige Fragen
Kann man Bärlauch-Pesto einfrieren?
Ja, am besten in Eiswürfelbehälter portionieren und einfrieren. Hält problemlos 3 Monate. Einfach einen Würfel direkt in die heiße Pasta geben — er taut beim Vermengen auf.
Wie lange hält Bärlauch-Pesto im Kühlschrank?
Im Kühlschrank hält es sich in einem verschlossenen Glas, mit einer dünnen Olivenölschicht bedeckt, etwa 5–7 Tage. Wichtig: immer mit einem sauberen Löffel entnehmen, damit kein Schimmel entsteht.
Womit kann ich Bärlauch ersetzen?
Wenn die Saison vorbei ist, funktioniert eine Mischung aus frischem Basilikum und einer kleinen Knoblauchzehe als Ersatz. Gleiches Gewicht, ähnliches Aroma — nur milder und ohne diesen typischen Frühlings-Punch.
Welche Pasta passt am besten zu Bärlauch-Pesto?
Breite Formen wie Tagliatelle oder Linguine fangen das Pesto besonders gut auf. Fusilli funktionieren ebenfalls super, weil das Pesto sich in den Rillen festsetzt — jeder Bissen ist gleichmäßig gewürzt.